Methodischer Hintergrund

Im Vordergrund stehen für mich immer die individuellen Anliegen der Teilnehmer*innen und Klient*innen.  
Meine Grundausbildung ist die Methode der Integrativen Gestaltberatung auf Grundlage der Gestalttherapie. 
Alle Methoden, in denen ich ausgebildet bin, basieren auf dem Humanistischen Menschenbild.
Es besagt, dass jeder Mensch einzigartig und von Grund auf gut ist.
Grundwerte sind dabei der Respekt vor der Würde des Menschen, seinem individuellem Erleben und Leben.

Durch zusätzliche Aus- und Weiterbildungen u.a.
Achtsames Selbst-Mitgefühl nach Germer/Neff, Somatic Experiencing Traumaarbeit nach P. Levine, Internal Family System nach R. Schwartz,
verfüge ich über ein breites Methodenrepertoire und
kann so meine Klienten und Klientinnen sehr individuell begleiten und unterstützen. 

Dass ich andere Menschen auf ihrem persönlichen Lern- und Entwicklungsweg ein Stück begleiten darf,
erfüllt mich mit großer Freude, tiefer Dankbarkeit und Demut.

 

Integrative Gestalt

Mehr erfahren

Achtsames Selbst-Mitgefühl

Mehr erfahren

Somatic Experiencing

Mehr erfahren

Internal Family System

Mehr erfahren

Integrative Gestalt

Die Gestalttherapie beschreibt in Anlehnung an die Gestaltpsychologie die Wahrnehmung als einen ganzheitlichen Prozess, mit dem ein Mensch seine Umwelt für sich strukturiert. Gestalten formen sich im Vordergrund vor einem Hintergrund. Ein wichtiges Bedürfnis tritt aus dem Hintergrund in den Vordergrund und wird so zur offenen Gestalt.

Diese offene Gestalt kann durch bewusste Wahrnehmung und Aktivierung von persönlichen Ressourcen geschlossen werden und so wieder in den Hintergrund treten. Der Mensch trägt zahlreiche Fähigkeiten zur Selbstregulation in sich.

Von Anbeginn der Entwicklung der Gestalttherapie (20iger Jahre 20. Jhdt.) ist Awareness in Theorie und Praxis ein grundlegendes Element. Awareness kann mit Gewahrsein, Bewusstheit und Achtsamkeit für das Hier und Jetzt übersetzt werden. Die Förderung und Verfeinerung von Awareness ist integraler Bestandteil der Gestaltberatung. Durch Förderung von Awareness lernen wir uns selbst besser kennen. Wir werden uns der vielen Dimensionen unseres Seins besser gewahr, etwa die kognitive Dimension der Gedanken, der Ideen, die emotionale Ebene und die körperliche Ebene. Insbesondere das Körpergewahrsein ist ein kraftvoller Indikator, wie es mir wirklich geht und ich mein Leben wahrnehme. Wie ist mein Bauchgefühl? Was sagt mein Herz?

Awareness stärkt unsere Selbstwahrnehmung und unsere Fähigkeit zur achtsamen Selbstführung.

Hilarion Petzolds Anliegen und Verdienst war und ist es, in Beratung und Therapie zu methodenübergreifenden Ansätzen zu finden. Keine Methode ist alleine für sich die einzig wahre und hilfreiche. Verbindung und Integration statt Abgrenzung und Trennung scheinen hilfreicher zu sein, um Menschen mit ihrer komplexen Wirklichkeit zu verstehen, sie in ihren vielschichtigen Aufgabenstellungen und Herausforderungen und in ihrem individuellem Lernprozess adäquat zu begleiten.

Achtsames Selbst-Mitgefühl - liebevoller werden mit sich selbst

Nach Dr. Christopher Germer und Dr. Kristin Neff ist Selbst-Mitgefühl (Mindful Self-Compassion) eine Form von freundlicher und liebevoller Zuwendung zu sich selbst in schwierigen Momenten.

Selbstmitgefühl ist einer der Schlüsselfaktoren für seelische Gesundheit, Wohlbefinden und Resilienz. Die positive Wirkung der Entwicklung des Selbstmitgefühls wurde in zahlreichen Studien belegt. Größeres Selbstmitgefühl geht mit deutlich mehr emotionalem Wohlbefinden, weniger Angst, Depression und Stress und einem Aufrechterhalten von gesunden Lebensweisen, wie Ernährung und Bewegung und zufriedenstellenden Beziehungen einher. 

Selbstmitgefühl kann uns aus einer Negativspirale von Selbstherabsetzung, Selbstzweifel, Selbstkritik oder auch Empathie-Müdigkeit herausholen. Mit Selbstmitgefühl, Selbstfreundlichkeit, Trost und Ermutigung können wir die kleinen und großen Herausforderungen des Lebens besser bewältigen. 
Zum Aufbau dieser Ressource haben Germer und Neff ein  8 wöchiges evidenzbasiertes Übungsprogramm entwickelt. 

Mehr zum Achtsamen Selbst-Mitgefühl lesen...

Ich bin Zertifizierte Lehrerin für das Programm Achtsames Selbstmitgefühl / Mindful Self Compassion / MSC nach Germer/Neff, ausgebildet am Center for Mindful Self Compassion (CMSC) an der Universität San Diego in Kalifornien (UCSD).

 

Somatic Experiencing / SE - eine achtsame Mehtode zur Traumaarbeit

Quelle: https://www.somaticexperiencing.at/somatic-experiencing/methode/

Wir Menschen besitzen die Fähigkeit ein Trauma zu verarbeiten und uns selbst von schwierigsten Erlebnissen wieder zu erholen. Unser Körper besitzt die biologische Ressource posttraumatische Folgen wie Schmerz, Angst, Schlafstörungen u.a. durch Gefühle von Sicherheit, Ganz-Sein und Lebensenergie zu ersetzen. Es ist möglich, die Befähigung zur Selbst-Regulation wieder zu erlangen.

Somatic Experiencing (SE) ist eine sehr erfolgreiche Methode zur körperlichen und geistigen "Neuverhandlung" von traumatischen Erfahrungen im Nervensystem. Durch diese körperpsychotraumatologische Methode werden selbst lang bestehende Symptome reversibel. 

SE bewirkt keine Veränderung am Körper selbst, unterstützt aber Menschen in ihrer Körperwahrnehmung auf ihrem Weg aus dem Trauma zu mehr Gesundheit, Wohlbefinden und Lebendigkeit. Danach verringern sich die Symptome oder verschwinden vollständig.

Ziele der SE-Arbeit sind:

  • die körperliche, psychische und soziale Stabilisierung
  • die Aktivierung von Selbstregulation und persönlichen Ressourcen
  • das langsame Entkoppeln von physiologischer und psychischer Traumareaktion (Triggersituation) und somatischer Dissoziation
  • das Verständnis und die behutsame Auflösung der "Fehlschaltung" von Sympathikus und Parasympathikus und der sich daraus ergebenden "Über- und Unterkopplung" im Nervensystem
  • die Komplettierung von Abwehrreaktionen (das Abholen der biologischen Antwort) , die durch die traumatischen Vorgänge unterbrochen waren mit anschließender Neuorientierung

 

SE-spezifische Arbeitsweisen sind Psychoedukation und Ressourcenarbeit, aufmerksames "Tracken" des Nervensystems, Titrieren (Vorgehen in kleinsten Schritten), Pendeln, Neuverhandeln und Ermöglichen von Neu-Orientierung und Integration.

Die Grundprinzipien der Arbeit mit SE sind Selbst-Kontrolle, Transparenz und Information. Eine neuerliche Überschwemmung und Überforderung des Nervensystems, neuerlicher Stress und Retraumatisierung werden damit vermieden. SE beinhaltet auch und besonders die Arbeit mit chronischen Schmerzen und Syndromen (z.B. Fibromyalgie, Asthma, Migräne, chronische Müdigkeit). Hierfür werden unter anderem auch SE-spezifische Augen- und Körperarbeit eingesetzt.

Internal Family System - systemische Arbeit mit der inneren Familie

Quelle: https://www.ifs-europe.net/ifs-modell/

„Zwei Seelen wohnen – ach! – in meiner Brust.
Die eine will sich von der anderen trennen.“ (Goethe, Faust I)

„Faust beklagte, dass er zwei Seelen in seiner Brust habe.
Ich habe eine ganze sich zankende Menge.
Da geht es zu wie in einer Republik.“ (Bismarck)

Was Goethes Faust und Bismarck beklagen, hat Dr. Richard C. Schwartz Anfang der 80er Jahre als Chance für persönliche Entwicklung und Heilung erkannt. Er ist einer der bekanntesten Familientherapeuten der USA. Indem er die systemische Sichtweise aus der Familientherapie auf die Innenwelt übertrug und die Multiplizität unserer inneren Anteile als etwas Naturgegebenes respektierte, statt sie als Störung zu sehen, entwickelte er eine neue Methode. Die Substance Abuse and Mental Health Services Administration im U.S. Department of Health and Human Services hat IFS 2015 als evidenz-basiertes Verfahren anerkannt und seine Wirksamkeit in 5 Bereichen festgestellt: Verbesserung des allgemeinen Wohlbefindens, von Angst, Depression, körperlicher Gesundheit und persönlicher Resilienz.

Positive Psychologie

Die erste Disziplin, die sich innerhalb der psychologischen Forschung wissenschaftlich mit der Frage beschäftigt, wie psychisches Wohlbefinden und persönliche Entwicklung für alle Menschen unterstützt und aufrechterhalten werden kann, ist die Positive Psychologie. Es geht nicht darum, was Menschen krank macht, sondern was Menschen zufrieden und glücklich macht. Als Gründerväter der Positiven Psychologie gelten heute Martin Seligman und Ed Diener.

Die Positive Psychologie ist ein noch junges Forschungs- und Anwendungsfeld mit dem Potential, zur Entwicklung von Einzelnen, Paaren, Gruppen, Unternehmen und Gesellschaftssystemen beizutragen.

Gewaltfreie kommunikation

Als Begründer der Gewaltfreien Kommunikation gilt Marshall Rosenberg. Mit der Haltung und dem 'Werkzeug' der Gewaltfreien Kommunikation gelingt es seine eigenen Gefühle, Bedürfnisse und Wünsche bewusster wahrzunehmen, auszudrücken und den anderen ebenso mit seinen Gefühlen, Bedürfnissen und Wünschen zu achten. Herzensanliegen von Rosenberg war das wertschätzende Miteinander.

Der Fokus auf die klassischen 4 Komponenten der GFK (Wahrnehmung, Gefühl, Bedürfnis, Bitte) kann das Verständnis für einen selber und füreinander vertiefen, sofern dieses 'Werkzeug' aus einer achtsamen und mitfühlenden Haltung heraus angewendet wird. Gewaltfreie Kommunikation darf nicht zu einer Formelsprache werden. Gewaltfrei miteinander umgehen, bedeutet auch nicht 'immer nett' zueinander zu sein. Hier gibt es leider viele Missverständnisse. Es geht um eine aufrichtige und wertschätzende Begegnung mit einer Grundhaltung der Achtsamkeit.

Der achtsame Umgang mit sich selbst, die Achtung der Mit- und Lebenswelt und der achtsame Umgang mit Sprache sind zentrale Anliegen des Konzeptes. Die Gewaltfreie Kommunikation wird manchmal auch als gesunde Kommunikation bezeichnet. 

Meine Masterthesis (2011 Uni Krems) habe ich zum dem Thema  "Gewaltfreie Kommunikation als Personalentwicklungsmaßnahme im Gesundheits- und Sozialbereich" verfasst. 

Wingwave - Coaching

Quelle: Was ist wingwave? | wingwave.com

Die wingwave® Methode ist ein Leistungs- und Emotions-Coaching, das für den Coachee spürbar und schnell in wenigen Sitzungen zum Abbau von Leistungsstress, Lösung von inneren Blockaden und zur Steigerung von Kreativität, Mentalfitness und Konfliktstabilität führt. Erreicht wird dieser Ressourcen-Effekt durch eine einfach erscheinende Grundintervention: das Erzeugen von "wachen" REM-Phasen (Rapid Eye Movement), welche wir Menschen sonst nur im nächtlichen Traumschlaf durchlaufen. Dabei führt der Coach mit schnellen Handbewegungen den Blick seiner Coachees horizontal hin und her. Laut Gehirnforschung lösen die wachen Augenbewegungen – anders als beim fixierten Blick – deutlich stresslindernde Reaktionen in verschiedenen Gehirnarealen aus, beispielsweise aktivieren sie auch auf eine günstige Weise den präfrontalen Cortex im Großhirn. 

Alternativ zum „Winken“ arbeitet der Coach für den Prozess-Flow manchmal auch mit bilateralen Tönen oder leichten  Klopftechniken, die man „Tappen“ nennt.

Mit dem Myostatiktest oder auch O Ring Test, als besonders gut beforschtes Muskelfeedback-Instrument, wird zu Beginn des Coaching punktgenau das Thema bestimmt. EEG Messungen zeigen, dass unser Gehirn auf jegliches Irritiert-Sein mit einer kurzen Spannungsänderung im Großhirn reagiert. Dieser Spannungsabfall beeinflusst blitzschnell die Spannung der Handmuskeln. Dehalb kann über den Fingertest unmittelbar abgelesen werden, ob ein innerer oder äußerer Reiz für das Nervensystem Stress macht oder nicht. Der Fingertest hilft zudem als wichtiges Feedbackinstrument zur Planung des Coachingprozesses und zur Überprüfung der Wirksamkeit der Intervention.

Ich bin Zertifizierte Wingwave Coachin.